02 | Die Angst vor dem Nichts

 02 | Die Angst vor dem Nichts

Hey Leute,
ich weiß, dieser Beitrag wird vielleicht von kaum jemandem gelesen – aber ich möchte trotzdem etwas mit euch teilen, das ich bisher nur wenigen anvertraut habe.

Seit ich denken kann, begleitet mich eine tiefe Angst: Die Angst vor dem Tod. Nicht der Schmerz oder das „Wie“, sondern dieses eine beängstigende Gefühl – einfach nicht mehr da zu sein.

Stell dir vor: Alles wird schwarz vor deinen Augen. Kein Licht. Keine Geräusche. Keine Gedanken. Dein Bewusstsein ist weg.
Das macht mir Angst. Dieses komplette Verschwinden ins Nichts.

Ich will mit dir ein kleines Gedankenexperiment machen. Es dauert nur eine Minute.

Mach kurz mit – nur du und dein Kopf:

  1. Setz dich auf einen Stuhl oder leg dich auf den Rücken.
  2. Schließe deine Augen.
  3. Versuche jetzt, an nichts zu denken. Einfach nichts. Kein Bild, kein Ton, keine Erinnerung.

Spürst du es?
Das Gefühl von Leere? Diese kurze Ahnung von dem, was „danach“ sein könnte?
Genau davor habe ich Angst.

Und das ist nur der Anfang – denn du konntest deine Gedanken gerade noch kontrollieren. Du konntest jederzeit die Augen öffnen. Aber stell dir vor, dein Körper macht plötzlich nicht mehr mit.
Ein leichter Druck in der Brust. Ein komisches Gefühl, das du nicht einordnen kannst. Dein Kopf rast. Du fragst dich:
„Was passiert gerade mit mir? Ist es das? War’s das jetzt?“

In solchen Momenten wird Angst zum ständigen Begleiter. Du willst schlafen – aber gleichzeitig fürchtest du, nie wieder aufzuwachen.

Und genau deshalb schreibe ich das hier.

Nicht, weil ich eine Lösung habe. Nicht, weil ich behaupten will, dass diese Angst irgendwann einfach verschwindet. Sondern weil ich gelernt habe: Darüber zu reden ist besser als zu schweigen. Auch wenn’s schwer ist.

Manchmal hilft es schon, wenn jemand da ist, der einfach sagt:
„Hey, ich kenn das. Ich fühl das auch.“

Ich glaube, viele von uns tragen solche Gedanken mit sich rum. Wir laufen durch den Alltag, scrollen durch TikTok, lachen, zocken, chillen mit Freunden – aber tief drin gibt’s diesen Punkt, an dem wir ganz still werden. Einen Moment, wo uns diese große Frage trifft:
Was ist, wenn ich einfach weg bin?

Macht euch darüber gerne mal eure gedanken und schreibt sie mir

Danke das du bis hier gewartet hast

 

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